Der kinderliebe Zipfelmann

Morgen, Kinder, wird’s was geben;
morgen werde ich mich freun!
Was gibt’s Schöneres im Leben:
Statt den Blagen einzubleun,
wie man sich betrage wohl,
macht der Weihnachtsmann sie schwul.

Runter, Knaben, mit den Hosen,
dorthin, wo heut’ die Moral!
Wo die Kinderschänder tosen,
„Zipfelmann“ ist erste Wahl,
weil die Firma Penny meint,
daß sich das auf Zeitgeist reimt.

Nun, ein Reim ist es tatsächlich:
einer, den man Stabreim nennt.
(Seht, es bildet doch beträchtlich,
wenn man in der Schul’ nicht pennt!)
Hat mit Zipfel oder Stab
man wohl was im Sinn gehabt?

Ei, wie fein ist doch das Gender-
Mainstream für den Sodomist:
Was einst war ein Kinderschänder,
heute nur en vogue noch ist.
Nikolaus wird Zipfelmann,
nimmt das Kind von hinten ran.

Eltern, habt ihr was dagegen?
Dann seid ihr nicht tolerant!
Wo sich Widerstand mag regen,
greift rasch ein das Jugendamt,
und die Polizei dann nimmt
bösen Eltern weg das Kind.

„Böse“, das muß man erklären,
denn die Zeiten ändern sich:
Das ist, wenn sich Eltern wehren,
wenn ihr Kind will gendern ich.
„Kindeswohl“ neu definiert
heißt, daß man auch dann pariert.

Nikolaus, der tät sich wehren,
nähm die Rute aus dem Sack:
„O, ich werd euch Mores lehren,
gottverdammtes Heidenpack!“
Und er schlüg so lange zu,
bis ihr endlich gäbet Ruh.

Zur Melodie: Morgen, Kinder, wird’s was geben.
Anläßlich dieses Narrenstreichs.

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