Der Nahzieh-Neecher, oder: Gebet eines Linken aus tiefster Verzweiflung

„O Himmel hilf! Ein Nahzieh-Neecher!
Pardon, ich mein: Marx, steh mir bei!
Die Rechten werden immer frecher
und haun mein Weltbild mir zu Brei!“
Da platzt wie Seifenblasenschaum
der linke Welteneinheitstraum.

„Sankt Martin, hilf, und heilger Engel:
Was nicht sein darf, das kann nicht sein!“
Entsetzen packt den linken Bengel:
Sein Weltbild stürzt laut krachend ein.
Die Einheitsfront aus allen Rohren
schießt darum viel, was unvergoren.

Der dicke Siggi sprach jüngst aus,
es zögen mit der AfD
bald Naaahziehs in das hohe Haus
des Reichstags ein; drum Ach und Weh!
Hat, wer Angela Schulz nicht wählt,
denn seinen Lebenszweck verfehlt?

„Marx, Engels, Lenin, hört ihr mich?“
Tut mir ja leid, dich zu vergrätzen:
Nicht einer hört, noch hilft es, sich
zu wenden an maustote Götzen.
So mancher Linke auf die Schnelle
gräbt drum noch tiefer in der Hölle.

Und siehe da, was er wohl findet?
Sein Väterchen, wie hat er’s lieb!
Wie dieses er gern jeden schindet,
der bei ner rechten Meinung blieb.
Es trägt sein Väterchen im Geist
den Namen Stalin; ach du Sch…

Für diese Wahrheit, hart und schwer,
muß erst ein Afrikaner her:
Es zählt zu den natürlich Trieben,
das eigne Vaterland zu lieben.
In Deutschland sich das nicht gehört;
drum sind wir Deutschen — triebgestört…

(Anläßlich dieses Schmankerls.)

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