Ein Männlein sitzt im Reichstag…

Ein Männlein sitzt im Reichstag, nicht still noch stumm.
Den Wald sieht’s nicht vor Bäumen, zum Schämen dumm!
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da so salbadert fein?
Wer ist an Bosheit groß wie an Größe klein?

Ein Männlein sitzt im Amt mit gewaltger Macht.
Doch fängt es an zu reden, ganz Deutschland lacht.
Einst hieß es: Wem Gott ein Amt
gibt, dem gibt er auch Verstand.
Falls das stimmt, dann gewiß nicht im deutschen Land.

Begegnet es dem Volke, dem bösen Pack,
ruft dieses ihm entgegen: „Hau ab, hau ab!“
Eilend flieht das Männlein hin
in der Luxus-Limousin;
darüber ich nur lache und feixend grien.

Das Männlein scheißt gewaltig aufs Grundgesetz;
und wer nicht seiner Meinung ist, der verhetzt!
Mag die Meinung frei auch sein,
doch die Rede niemals, nein!
Wagst du zu widersprechen, dann fährst du ein!

Das Grundgesetz manch Rechte uns garantiert;
doch wer sie auch beansprucht, wird denunziert.
Freiheit der Information
zählte dazu lange schon,
ehe jenes Männlein bestieg den Thron…

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