Der Schokoladen-Staatsskandal

Dank Schokoriegel und der BLÖD
PEGIDA in der Zeitung steht.
Mit Promis werben? Schön und gut,
ist eigentlich ein alter Hut.
Mit Kinderbild vom Kickerstar
sollte das klappen wunderbar.

Darum ziert nun das Konterfei
von Fußballprofis mancherlei.
Doch Türken, Perser, Negerlein?
Nein, das fand einer gar nicht fein,
der frecherweis’ im Kretschmannland
sich ebenfalls PEGIDA nannt’.

So reißt denn rotzfrech ihre Fresse
mal wieder auf die Lügenpresse.
Ganz wie gewohnt, schwindelt sie munter
und schiebt Lutz Bachmann das dann unter.
„Schoko-Nazis! Kinderfresser!
Volksfront, marschier und wetz die Messer!“

Zwar eigentlich ist Lutz egal
(so wie auch mir) dieser „Skandal“;
doch irgendwas muß es ja geben,
womit man ihm mach’ schwer das Leben.
So kennen wir sie, unsre Linken:
Erst schrei’n, dann hau’n, doch niemals denken.

Nun, streiten müßten noch Experten,
wie wohl die Farben sei’n zu werten:
Denn Schokolade ist ja … – braun!
Muß man daher drum rum abhau’n
das Äußere der Schokolade,
da Nazifarben-Randfassade?

Oder ist hier das Braun denn nu
Symbol für guten Mihigru?
Dabei ist doch das Zeug – o Scheiß! –
im Inneren ja völlig weiß!
Rassismus! Mir gefriert das Blut:
Ein Nazi-Kern ist nimmer gut!

Doch kein Kakao, auch keine Kinder;
nein, Dialektik steckt dahinter.
Denn wie man es auch dreht und wendet:
Es immer falsch und böse endet.
Darum steh ratlos allzumal
ich vor dem Schoko-Staatsskandal.

(Anläßlich dieser gar schröcklichen Moritat.)

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