Noch ist Polen nicht verloren, oder: Eine ungehaltene Rede eines ungehaltenen Herrn

Der Bremer Bürgerschaftspräsident durfte nicht auf einer KZ-Gedenkfeier in Polen reden. Na so was aber auch! Da die Gastgeber, denen der Redetext im Voraus bekannt war, wohl nicht darauf erpicht waren, sich politisch korrektes dummes Geschwätz anzutun, haben sie dadurch sich selbst und den Gästen der Veranstaltung vermutlich einen Gefallen getan. Damit es nächstes Jahr nicht noch einmal zu einem solchen diplomatischen Affront kommt, nachfolgend mein Vorschlag einer Rede, die ich gehalten hätte:

Verehrte Anwesende!

Wir sind heute zusammengekommen, um eines der schwärzesten Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte zu gedenken. Damals meinten gewisse Kreise, am deutschen Wesen müsse die Welt genesen. Allerdings muß ich entschieden bestreiten, daß das nationalsozialistische Unrecht dasselbe wäre wie das „deutsche Wesen“. Heute meinen gewisse Kreise, am „europäischen Wesen“ müsse die Welt genesen.

Wohin die erstgenannte Hybris geführt hat, wissen wir. Das ist der Grund, warum wir uns heute hier treffen. Es gibt den bekannten Ausspruch: „Das Einzige, was wir aus der Geschichte lernen, ist, daß wir aus der Geschichte nichts lernen.“ Ich wünschte, diese Weisheit wäre nicht wahr; leider aber ist sie es. Offensichtlich haben manche Politiker wirklich nichts aus der Geschichte gelernt. Aus diesem Grund muß ich in meiner Rede heute den Schwerpunkt auf gegenwärtige Mißstände legen. Vor zwei Jahren wären wir beinahe – pünktlich zum hundertsten Jahrestag des Ersten Weltkrieges – in einen Dritten Weltkrieg geschlittert. Seitdem gab und gibt es immer wieder Versuche gewisser Kreise, die internationalen Beziehungen der Völker durch – ich muß es einmal so undiplomatisch deutlich nennen – boshafte Lügenpropaganda zu vergiften.

Doch als ob all das nicht genügte, sind manche heutigen Politiker scheinbar von Apoll mit Wahn geschlagen: Man meint, „Europa“ müßte als Gebot der „Mitmenschlichkeit“ nahezu die gesamte übrige Weltbevölkerung aufnehmen und alimentieren. Wer so spricht, begreift entweder nicht, daß man sein Land nicht wahllos mit Millionen fluten kann, die zum überwiegenden Teil unsere Kultur und unsere Gesetze offen verachten – dann ist er hoffnungslos naiv und als Politiker disqualifiziert. Oder er weiß es durchaus; dann aber kann ich keine mildernden Umstände gelten lassen, sondern muß in aller Deutlichkeit sagen: Wer bewußt aggressive Kriminelle in Millionenstärke importiert, bezweckt oder nimmt billigend in Kauf, daß diese die angestammten einheimischen Völker entweder unterjochen oder vernichten. Das aber fällt nach internationalem Strafrecht unter die Definition des Völkermordes.

Jede Regierung, die sich einer solchen Politik widersetzt (wie die Regierungen der sog. Visegrad-Staaten), handelt vollkommen legitim. Niemand hat das Recht, sie dafür zu kritisieren oder ihr gar Strafmaßnahmen dafür anzudrohen. Wer hingegen im Namen angeblicher „Mitmenschlichkeit“ Verbrechen am eigenen Volk in Kauf nimmt oder gar bezweckt, offenbart, daß er für Recht und Gerechtigkeit – ich muß erneut undiplomatisch deutlich werden – einen Scheißdreck übrig hat. Jedes Volk, das mit einer Regierung gestraft ist, für die Wahnsinn zur Methode gehört, hat das gute Recht, sich ihrer zu entledigen.

Bekanntlich wird der Deutsche in der Karikatur traditionell mit einer Schlafmütze dargestellt. Und das trifft es leider auf den Punkt. Die Deutschen sind, wie es jemand* einmal treffend sagte, leichtgläubiger als jedes andere Volk. „Um einer Parole willen verfolgen sie die eigenen Landsleute erbitterter als ihren wahren Feind.“ Und ich fürchte, ehe der deutsche Michel endlich aus seinem Schlaf erwacht, könnte es für Deutschland zu spät sein. Vielleicht nicht für Polen, denn wie es in Ihrer Nationalhymne heißt: „Noch ist Polen nicht verloren.“ Und ich möchte Sie ermutigen: Lassen Sie sich nicht von Frau Merkel und ihren Helfershelfern über den Tisch ziehen!

Eigentlich sollte es ja jedem bewußt sein, der klar bei Verstand ist (für die meisten hier Anwesenden setze ich das einfach voraus); aber um meiner deutschen Schlafmützen-Michel willen will ich es nochmals in aller Deutlichkeit wiederholen: Die Vernichtung des eigenen Volkes durch Dragonaden ist kein Akt der „Mitmenschlichkeit“! Wer sich heute den völkermordenden Nationalsozialisten moralisch überlegen dünkt, zugleich aber sich anschickt, Völkermord an den Völkern in der EU als moralisches Non plus ultra hinzustellen, verdient nur eine Bezeichnung: Heuchler!

Verehrte Anwesende, wir Deutschen sind nicht das, als was wir oft in der Presse dargestellt werden – blutrünstige Bestien. Wir Deutschen sind auch nicht Angela Merkel. Wir Deutschen sind ein Haufen gutmütiger Schlafmützen, die den Lügen ihrer eigenen Regierung oder auch anderer Regierungen allzu leichtfertig glauben und uns durch Kadavergehorsam oft schuldig gemacht haben. Aber so langsam beginnen viele Deutsche aufzuwachen. Die Mehrheit von uns will inzwischen Frau Merkel als Kanzlerin loswerden. Wir brauchen in Deutschland und in der EU dringend einen Politikwechsel. Der geradezu manischen Selbstvernichtung, die man entweder in Verblendung oder aus Bosheit allen Völkern in der EU aufdrücken will, muß Einhalt geboten werden. Ich hoffe sehr, daß dies in Deutschland spätestens zur nächsten Bundestagswahl gelingt, besser wäre noch eher.

In diesem Sinne: Für Völkerverständigung, Völkerfreundschaft und Versöhnung! Für die Achtung der nationalen Souveränität aller Staaten! Gegen die oberlehrerhafte Einmischung in die nationale Souveränität anderer Staaten! Und für ein sicheres, gemeinsames Europa souveräner Staaten, in dem die innere und äußere Sicherheit höchstes gemeinsames Interesse ist.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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* Korrektur vom 19.12.2017: Ursprünglich schrieb ich „Napoleon Bonaparte“, doch dieses Zitat wurde Napoleon lediglich in den Mund gelegt (siehe hier).

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