Von Franz, Jakob und anderen Scheinheiligen

Dem Schorsch und Super-Mario
geht etwas noch nicht schnell genug:
Er wird derhalben gar nicht froh,
zu wenig helfe man zur Flucht
den Rapefugees; denn Liebespflicht
sei das. – O Schorsch, bist du noch dicht?

Warum nur scheinbar ohne Grund
müssen die selbsterklärten Guten
alle Tage, jede Stund
Europa mit Barbaren fluten?
Sind’s Mittäter oder nur Luschen,
die „Ficki-Ficki“ gern vertuschen?

Der Herr von Augstein namens Jakob,
der ist ja wohl ein ganz Perfider:
Was er verbal ergießt sich darob,
erscheint nicht mir nur höchst zuwider!
Er meint, er könnt’ die Opfer dissen,
schwafelt von Machtverhältnissen.

Erstaunt höre ich Augstein sprechen:
Ein „Armer“ hätte dann das Recht,
gelegentlich dieses zu brechen,
stünde sein Opfer nicht so schlecht
wie er in der Gesellschaft da.
– O Jakob, o wie sonderbar!

Er biegt’s zurecht sich, daß es kracht,
und hat zu Freiwild flugs erklärt
die Opfer der Silvesternacht
vergang’nen Jahrs. – Wär dann verkehrt,
dem reichen Herrn von Augenstein
rammte ein Armer wo was rein?

Und dann noch folgende Entgleisung:
Es hat ein Kölner Polizist
berichtet von ’ner Dienstanweisung,
die ihm gegeben geworden ist
nach jenem Ficki-Ficki-Reigen,
denselben tunlichst totzuschweigen.

Sie kam, wer hätte das gedacht,
vom Innenministerium.
In Deutschland herrscht stockfinstre Nacht;
schlaf, Michel, schlaf, und bleibe dumm!
Natürlich ist das nie passiert
und wurde sofort dementiert.

Der Rechtsstaat siecht so sachte hin,
daß mancher es nicht mal bemerkelt,
was unsre beste Kanzlerin
samt Mittätern beständig werkelt.
Wie sagte doch Max Liebermann:
„So viel ich gar nicht fressen kann!“

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