Westdeutscher Rotfunk

Hab heut’ ein Radio ausgekramt
und probehalber eingeschaltet.
Doch ach, als hätte ich’s geahnt:
Sofort war deutlich, wer dort waltet.
Daß Kohl den Laden „Rotfunk“ nannt’,
ist treffend wie auch wohlbekannt.

Ein Mann, der Mythen richtigstellt,
die umgeh’n über alte Römer,
setzt dafür neue in die Welt
– und diese sind ja wohl noch schöner:
Womöglich sei da doch was dran,
daß Rom von Christen abgebrannt…!

Der Rotfunk ja kein Rotfunk wär’,
käm’ nicht im nächsten Atemzug
die nächste dreiste Lügenmär,
daß beinah mir bleibt weg die Spuck’:
Was am Islam man böse nennt,
stünd’ auch im Alten Testament.

Genüßlich wirft der Kerl mit Schmutz
auf Judentum und Christenheit:
Ob die für den Verfassungsschutz
wohl auch ein Fall sei’n? Solches deut’t
er dummdreist an und will verkaufen
für blöd all seiner Hörer Haufen.

Bin dann auch ich ein Terrorist?
Ein ganz gefährlicher dazu!
Denn wer ein böser Fundi-Christ,
der findet nimmermehr wohl Ruh’,
bis er nicht mindestens ein Dutzend
Babys ermordet und verputzte.

Wer’s aber wagt zu kritisieren,
was am Islam verwerflich ist,
bekommt den Tadel gleich zu hören,
er sei ein Nazi und Rassist.
– Ist denn Islam ein Rassehuhn
und keinesfalls ’ne Religion?!

Und davon einmal abgesehen:
Der Gröfaz mit dem Mufti war
ganz eines Sinnes, und verstehen
konnten die zwei sich wunderbar.
So lerne denn, daß Sozialisten
gern hassen Juden wie auch Christen.

So stelle ich zuletzt die Frage:
Dafür preßt ihr mir ab mein Geld?
Man nennt’s „Demokratieabgabe“,
und diese in der Tat nun fehlt!
Denn wäre es das Volk, das waltet,
der Rotfunk wär’ längst abgeschaltet.

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