Wer war Chrysostomos, und warum dieser Name für diesen Blog?

„Chrysostomos“ (griechisch: „Goldmund“) ist der Beiname, den man Johannes von Antiochia, Bischof von Konstantinopel (*349 oder 344, †407), postum im 6. Jahrhundert wegen seiner Predigten und Redegabe gab. Er war einer der letzten Prediger der Alten Kirche, die in ihren Predigten fortlaufend die Heilige Schrift auslegten, und hatte die Stirn, dieselbe selbst Kaiser und Kaiserin zu bieten, wenn diese alles andere als christlich handelten (vgl. den Bildausschnitt oben; das ganze Gemälde siehe unten). Dies führte mehrfach zu seiner Verbannung; auf dem Weg zur letzten Verbannung, zu der er verurteilt wurde, starb er an den Strapazen der Reise.

Da der Blogname „Chrysostomos“ bei WordPress (wenn auch inaktiv) bereits vergeben war, habe ich ihm noch ein „de“ für „deutsch“ angehängt.

Zwar teile ich nicht alle Ansichten des Chrysostomos (nebenbei bemerkt klingt das Zitat, mit dem einige Wikipedia-Volkspädagogen ihm Antisemitismus unterstellen, doch recht link(s) aus dem Zusammenhang gerissen), noch will ich behaupten, ihm intellektuell oder rhetorisch das Wasser reichen zu können; zumindest aber ich will ihm von Zeit zu Zeit in o.g. Tugenden nacheifern und mir dabei auch manchen Reim auf manch Ungereimtes machen – getreu dem, was schon der oben erwähnte Elihu sagte:

Für niemanden werde Partei ich ergreifen
und will keinem Menschen je schmeicheln!
Denn zu schmeicheln verstehe ich nicht;
sonst raffte mein Schöpfer mich eilends dahin.
(Hiob 32,21f)

Johannes Chrysostomos predigt der Kaiserin Aelia Eudoxia

Johannes Chrysostomos predigt der Kaiserin Aelia Eudoxia
Jean-Paul Laurens (1838–1921), um 1880
Quelle: Wikipedia

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